Samstag, 7. April 2012
Ich weiß gar nicht, wo mir der Kopf steht!
Oh Mann, zurzeit habe ich wirklich wahnsinnig viel um die Ohren. Diese Woche muss ich auch noch den Vortrag für die Großgruppe in der Klinik halten, was immer den puren Stress für mich bedeutet. Ich muss dort eine Dreiviertelstunde oder länger vor allen Patienten, ungefähr 55, eine Präsentation über ein bestimmtes Thema halten (dieses Mal ist das Thema „Mobbing an Schulen“), und ich kann echt nicht gut vor einer großen Gruppe Reden schwingen. Ich bekomme immer einen trockenen Mund und rote Flecken, weil ich im Studium nie gelernt habe, wie man richtig und ruhig präsentiert, und Sie wissen ja mit Sicherheit, wie gemein Jugendliche sein können. Ich bekomme das ganze zwar schon souverän über die Bühne, aber fühle mich leider selber nicht so. Von außen merkt man mir die Nervosität aber nicht an, wurde mir schon von vielen Kollegen versichert. Trotzdem natürlich mal wieder eine Extraschicht Arbeit!
Sonntag, 1. April 2012
Nichts als Stress
Ich bin immer noch in tiefer Trauer um meine Großmutter, sie ist ja auch so plötzlich von uns gegangen. Nach ihrem Tod habe ich mir spontan auf der Arbeit Urlaub genommen, Gott sei Dank hat mein Chef sehr viel Verständnis und war ausgesprochen mitfühlend. Mittlerweile kehre ich langsam in den Alltag zurück, und mit ihm kehrt auch statt der Trübsal wieder Stress und Hektik in mein Leben ein. Im Moment haben wir in der Klinik wahnsinnig viele Neuaufnahmen und sind voll besetzt, das kommt sonst nur in den kalten Wintermonaten vor. Da haben die Menschen einfach mehr Unfälle aufgrund des Wetters, oder im Falle von uns Therapeuten: die Depressionen häufen sich im Winter eher aufgrund des Lichtmangels und der langanhaltenden Kälte. Dann kommt noch die Hochzeit dazu, die ganze Organisation. Glücklicherweise haben wir nun bereits einen super Ort gefunden zum Feiern, in einem Schlossgarten nicht weit außerhalb der Stadt. Teuer, aber es lohnt sich!
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